Presse: Frankfurter Allgemeine Zeitung

PR-Kunst-am-Fluss

Pläne für ein Bildhauer-Symphosium
Foto Helmut Fricke.

Kunst am Fluss mit Achim Breit, Maler und Bildhauer in Frankfurt

Im Wettbewerb um besondere Standortmerkmale suchen Stadtteile ihr „Heil in der Kultur“. Mit ehrgeizigen Projekten soll das Interesse an den Quartieren gesteigert werden.

Von Bernd Günther

Aber nicht nur Höchst, auch andere Stadtteile hoffen mittels der schönen Künste und ihrer Akteure einen kreativen, experimentellen, gar weltläufigen Anstrich erhalten und dadurch eine Aufwertung erfahren zu können: Als Zugpferd soll die Kunst auch in Nied herhalten. Ihren „Kunst-Stadtteil“ möchte der dort ansässige Maler und Bildhauer Achim Breit aus dem Quartier formen, das nach seiner Darstellung zunehmend einen Leerstand von Einzelhandelsläden und ein schwieriges soziales Gefüge verzeichne. Der nachteiligen Entwicklung müsse entgegen gewirkt werden. Mittels der Kunst könne man soziale Brennpunkte im Quartier entschärfen.
Seit vorigem Jahr wirbt Maler und Bildhauer Achim Breit für das Projekt, das längst nicht mehr reine Vision ist.
Im Ortskern von Nied sollen dieses Jahr 14 Ateliers bezogen werden, An der Straße Alt Nied werde ein leerstehendes Wohnhaus genutzt. Die Eigentümer der Immobilie, die zu verfallen drohte, hätten dem Vorhaben „grünes Licht“ erteilt. Das Atelierhaus, in dem sich sich Künstler vieler verschiedener Nationalitäten und aller Sparten der bildenden Kunst ansiedeln sollen, ist zentrales Element des Quartierkonzepts.
Auf unentdeckte und schöne Plätze von Nied will der Maler und Bildhauer Achim Breit zudem mit Kunstaktionen aufmerksam machen, So bereitet er für nächstes Jahr ein Bildhauer-Syposium vor. Die Wörthspitze, eine zwischen Main und Nidda gelegene Grünanlage, solle dazu in einen Skulpturen-Park verwandelt werden, sagt Maler und Bildhauer Achim Breit. Für das Vorhaben müsse er noch „kräftig trommeln“. Der Bildhauer, der dem Vorstand des Berufsverbands bildender Künstler (BBK) angehört, gibt sich zuversichtlich. Das sich Künstler vieler verschiedener Nationalitäten und aller Sparten der bildenden Kunst ansiedeln sollen, ist zentrales Element des Quartierkonzepts,
Konkrete Vorstellungen hat Maler und Bildhauer Achim Breit auch, wie sich der „Kunst-Stadtteil“ weiterentwickeln könnte. im Quartier könnten kleine, der Kunstszene verbundene Gewerbebetriebe und Läden angesiedelt werden: Für Foto-Ateliers, Grafik-Studios, Druckereien, Copy-Shops, Bilderrahmen-Geschäfte und andere Betriebe gebe es in Nied genügend leere und preiswerte Gewerbeflächen. Auch die einstige Einkaufsstraße Alt-Nied könnte so wiederbelebt werden. Der quirlige Bildhauer hofft bei der Standortaufwertung auf städtische Hilfe, Derzeit bereitet er mit zwanzig Mitstreitern die Gründung eines Fördervereins vor.